Erlebnisbericht von der Prepper 24h Durchschlageübung 2018

 In Presse

Bericht eines Teilnehmers von der 24-stündigen Prepper-Durchschlageübung am 5. und 6. Mai nördlich von Hamburg.

Einleitung

Was bringt einen normal denkenden Menschen dazu eintausend Kilometer von Wien nach Hamburg zu fahren, dort vierundzwanzig Stunden am Stück in der Wildnis zu verbringen, auf jeglichen Komfort zu verzichten und danach wieder dieselbe Strecke zurückzufahren?
Die CO2 Bilanz wird es wohl nicht sein. Ökonomisch gesehen standen den Ausgaben keine direkten Einnahmen gegenüber. Auch der Faktor Zeit kostete mich zwei volle Urlaubstage. Also was ist es, das mich bewog all diese rationalen Gegenargumente in den Wind zu schlagen? Es war das innerliche Feuer, der Drang persönliche Grenzerfahrungen zu machen.
Nun möchte ich mich nicht mit Thor Heyerdahl, Roald Amundsen oder Charles Lindbergh vergleichen, die lebensgefährliche Expeditionen ins Ungewisse gemacht haben, aber als Bürohengst, der täglich mit mindestens einer warmen Mahlzeit rechnen kann, für den Strom und fließendes Wasser Standard sind und der zu Hause eine liebevolle Familie hat, ist solch ein Ausflug definitiv ein Trip raus aus der Komfortzone. Dieses innerliche Feuer ist für mich der Beweis, dass der Mensch eben ein emotionales Wesen ist, sonst würden wir immer noch in der Höhle hausen.

Die Vorbereitung

Neue Herausforderungen sind primär mentaler Natur. Der Kopf ist das erste das aufgibt. Nun stellte sich für mich die Frage, wie bringe ich meinen dazu, keine Faxen zu machen? Die Strategie war:

  1. Erhöhung der physischen Kondition
  2. Regelmäßige Überwindung mentaler Barrieren

Ich begann mit der Vorbereitung ein halbes Jahr vor dem Event. Ich steigerte meinen Fitnesswert in diesem Zeitraum von 133 auf 150.

Ab Weihnachten arbeitete ich intensiv an meinen mentalen Barrieren. Ich bin ja ein ausgesprochener Warmduscher. Baden im Sommer unter 28°C war für mich immer eine Qual. Im Zuge meiner Vorbereitung stieß ich auf den Holländer Wim Hof „The Ice Man“. Seine Übungen zogen mich augenblicklich in den Bann. Und so begann für mich der Sommer bereits Mitte Jänner. Fast täglich ging ich nur mit der Badehose bekleidet für ein paar Minuten in den Schnee. Meinen ersten richtigen Badetag auf der Donauinsel hatte ich am 14. April bei 15° Wassertemperatur. Eine Woche vor dem Event ging ich sogar im Pool meiner Eltern bei 11° frischem Hochquellwasser schwimmen. Die nächste Herausforderung konnte ich nicht trainieren. Was nehme ich mit und was lasse ich zu Hause? Da ich mich nicht entscheiden konnte, fuhr ich mit dem Auto, denn im Zug hätte ich das alles nicht tragen können. Ich nahm im Auto 30 kg Ausrüstung mit, mit dem Idealziel am Start lediglich 10 kg im Rucksack zu haben.

Anreise

Eintausend Kilometer hatte ich vor mir. Ich fuhr von Wien über Brünn nach Prag. Dort machte ich eine kurze Lulupause und anschließen ging es nach Dresden. Das Grenzgebiet Tschechien-Deutschland ist landschaftlich wunderschön. Das werde ich mir demnächst genauer ansehen. In lediglich eineinhalb Stunden ist man von Prag aus in der sächsischen Metropole. Dort habe ich zwei Stunden Pause gemacht, gegessen und nach japanischer Art eine Turbo-Sightseeingtour gemacht. Residenzschloss, Katholische Hofkirche, Semper Oper, Zwinger. Diese Stadt ist wunderschön. Dort war ich sicherlich nicht zum letzten Mal.
Weiter ging es über Leipzig, Magdeburg, Braunschweig. Dann aber war für den ersten Tag Schluss. Am Nächsten Tag hatte ich noch etwa zweihundert Kilometer vor mir, die ich dachte locker am Vormittag zurücklegen zu können. Dank der vielen Baustellen auf der A7 war es dann doch ein knappes Rennen.

Jetzt geht es los – die ersten drei Stunden

Um Punkt 12 Uhr startete das Briefing. Treffpunkt war der Parkplatz eines Freizeitparks. Wir waren acht Mann. Acht Verrückte, die der westlichen Wohlstandsgesellschaft für vierundzwanzig Stunden den Rücken kehrten. So verschieden wir waren, eines einte uns. Wir wollten die kommenden vierundzwanzig Stunden im Unterholz rocken. Axel war der Organisator und Instruktor. Ein richtiger Haudegen. Er bietet seit Jahren Kurse im Outdoorbereich an. Sein Unique Selling Point (USP): er macht keine halben Sachen. So ein bisschen durch den Wald spazieren und die Sonnenstrahlen genießen und auf Outdoor tun ist da nicht. Ich lernte ihn letztes Jahr bei Kursen aus seiner Escape Reihe kennen. Seitdem bin ich süchtig und jede freie Minute in der Natur. Seine Kurse richten sich an Journalisten und Hilfskräfte in Krisengebieten und verbinden taktisches Basiswissen mit Erfahrungen aus seinen Auslandseinsätzen in Afrika und Asien. Sierra ist zweifacher Afghanistan Veteran und hat bei der Vorstellungsrunde so viele Zusatzausbildungen aufgezählt, dass mir gleich der Mund offen geblieben ist. Schwalle und Kuno haben ebenfalls eine militärische Vorgeschichte und sind nun im Sicherheitsbereich. Über deren Nehmerqualitäten möchte ich jetzt noch nicht zu viel verraten. Feldsattler ist ein Outdoor Junky, ebenfalls jede freie Minute in der Natur, wenn er nicht gerade wunderschöne Taschen mit 3D Logo näht. Scholle ein Prepper, der hohes funktionales Wissen hat und in der Nacht bei vier Grad seinen Tiroler Lodenmantel auspackt, ein toller Kerl. Aro aus dem Sauerland ist ein Lebenskünstler, der neben seiner umfangreichen Ausrüstung (25kg Rucksack) noch eine Spiegelreflexkamera mitnahm und beeindruckende Fotos schoss. Mit ihm kannst du sogar über die Kondensstreifen am Himmel diskutieren. Und ich, der dazu beigetragen hat, dass das Meeting international ist. Damit war mein Deckname auch klar „Ösi“ ☺

Nach der Vorstellrunde, wer wer ist und wer was kann, kam das Briefing für den Auftrag. Erstes Aha-Erlebnis: Ich dachte mir, dass der Treffpunkt am Parkplatz vor dem Freizeitpark schon seinen Grund hat. Der Park ist ca. zwei Quadratkilometer groß und dort gibt es alles was man braucht. Ich dachte mir, den werden wir rauf und runter schleichen und wenn die ersten Blasen kommen, kann ich zum Auto mein Beinchen verarzten. Nix da, das Einsatzgebiet war cirka fünfzig Quadratkilometer groß. Wir erhielten von Axel mehrere Wegpunkte, die erreicht werden mussten, mit der Vorgabe möglichst unerkannt zu bleiben. Das hieß, der kürzeste Weg ist definitiv nicht der beste. In Summe werden wir in den vierundzwanzig Stunden eine Entfernung von 25-30 km zurücklegen. Nächstes Aha-Erlebnis: Schlafen in der Nacht ist auch nicht. Wir machen durch. Das hatte zumindest den Vorteil, dass ich den Schlafsack durch meine Alpin Jacke eintauschen konnte. So kam ich auf mein getestetes Idealgewicht von zehn Kilogramm Ausrüstung im Rucksack. Davon drei Liter Wasser, ein halbes Kilogramm Lebensmittel, der Rest Kleidung und Werkzeug. Die Alpin Jacke sollte sich noch als Trumpf erweisen, bei Nachttemperaturen um die 4 Grad.

Axels Aufgaben machten es erforderlich, dass wir einen Teamleader und Navigator bestimmen mussten. Ersterer kümmerte sich um die Gruppe, letzterer um den richtigen Weg.

Und dann ging es los. Zuerst marschierten wir noch in bebautem Gebiet. Bei der ersten Gelegenheit ging es ab in das Unterholz. Erste Aufgabe: Zunder für ein späteres Lagerfeuer suchen. Die Fortbewegung war arbeitsteilig. Wir marschierten meist im Zick-Zack, damit jeder einen eigenen Beobachtungssektor hatte. Innerhalb der ersten drei Stunden erreichten wir den ersten Wegpunkt und simulierten Erstversorgung bei Verletzungen und Verletztentransport.

Für Letzteres nutzen wir mein Shemagh (Palästinensertuch). Richtig gewickelt kann man damit zu zweit eine Person tragen.

Erste Bewährungsprobe – vierte bis sechste Stunde

Die folgende Etappe hatte den Schotterteich zum Ziel. Wir kamen gut voran und um fünf Uhr war es soweit. Ausziehen, Ausrüstung wasserfest verstauen und ab ins Nass. Bei ca. vierzehn Grad Wassertemperatur war die Erfrischung groß. Da wir nicht im FKK Bereich waren, entschied ich meine Unterhose in schön gedeckter dunkelbrauner Farbe anzulassen. Mein Outfit hatte nur einen kleinen Schönheitsfehler. Das Tarnmuster auf meiner Unterhose war vom Spongebob in Gelb und Rosa. Damit sorgte ich für frohe Heiterkeit in der Runde. Ich habe die Unterhose später beim Lagerfeuer getrocknet. Sie war dann nicht nur schön anzuschauen, sondern roch auch noch nach Speck (smoked Spongebob) so zusagen. Durch den Adrenalin-Kick war das Überqueren des Teiches so geil, dass mir überhaupt nicht kalt wurde. Am anderen Ufer machten wir eine Pause. Aro verteilte eine hausgemachte Wurst und Kuno sonnte sich demonstrativ „oben ohne“, weshalb wir ihn umgehend nur noch Putin nannten. Der Wassertrip war echt geil. Allein diese Aktion hat die komplette Reise gelohnt.

Um achtzehn Uhr ging es weiter. Die Sonne senkte sich und es begann langsam aber sicher frisch zu werden. Schwalles Hose ist bei der Wasserquerung nicht ganz trocken geblieben, weshalb er fürs erste den Marsch in der Untergatte fortsetzte, was sichtbares Entzücken so mancher Dame, die unseren Weg kreuzte, auslöste.

Nun stand Wasserfinden auf dem Programm. Mitten im Sumpfgebiet ist das keine große Herausforderung. Jedoch suchten wir nicht irgendein Wasser. Wir wollten eines finden, welches man auch trinken kann, ohne die Flizzi oder auf Hochdeutsch den „schnellen Rudolf“ zu bekommen. Nun wurde es theoretisch. Welche Arten von Wasser gibt es? Welches finden wir hier vor?

Welche potentiellen Verunreinigungsgefahren gibt es vor Ort?
Welche Indikatoren weisen auf chemische und oder biologische Verunreinigungen hin?
Ja, das sind viele Fragen, die für jemanden, für den das Wasser aus dem Wasserhahn kommt, neu sind. Aber ein Tag mit Axel schließt so manche Wissenslücke. Aro und Peter hatten einen Wasserfilter mit und füllten ihr Depot auf.

Um einundzwanzig Uhr stand eine Sumpfwanderung an. Ich war der Navigator und durfte gleich mal voraus einen geeigneten Weg finden. Ich wog inklusive Ausrüstung etwa fünfundsiebzig Kilogramm und war damit erheblich leichter als andere in der Gruppe. Schwalle und Putin bekamen richtig nasse Füße und das bei Temperaturen, die sich mittlerweile auf 10 Grad zubewegten. Und auf die Jäger mussten wir auch aufpassen, denn es war Maibock Zeit! Als wir aus dem Sumpf rauskamen war es kurz vor zweiundzwanzig Uhr.

Ab jetzt wird es psychologisch

Die Sonne war vor einer Stunde untergegangen. Nun wurde es richtig dunkel. Die Geräuschkulisse viel deutlich ab. Es wurde muxmäuschenstill. Die Sichtweite nahm kontinuierlich ab. Unbedarfte Schritte konnte man über hundert Meter hören. Daher war „Silence is golden“ angesagt. Wir gingen langsam weiter, Ziel war ein geeigneter Platz für ein Lagerfeuer. Kommuniziert wurde fast ausschließlich über Handzeichen. Durch die schlechte Sicht musste die Gruppe eng aufschließen. Die Schritte mussten mit Bedacht gesetzt und sanft abgerollt werden. Wir wollten ja nicht eine Wildsau wecken. Als es stockdunkel war, hatten wir unser Ziel fast erreicht. Der Mond war noch nicht aufgegangen und daher konnten nur im freien Gelände Umrisse schemenhaft erkannt werden. Nun hatten wir jedoch noch eine Aufgabe. Für ein Lagefeuer braucht man Holz, wir hatten jedoch nur Zunder bei uns. Wir mussten also Holz sammeln. Wo gibt es Holz? Im Wald! Aber im Wald ist es…. DUNKEL!

Also gingen wir auf Holzjagd. Wie die Glühwürmchen huschten wir im Wald herum und wer einen dicken Prügel fand, den er fortan in der Hand halten durfte, war glücklich. Nun ging es ans Feuermachen. Ausgerüstet mit Feuerstarter, Zunder und Holz hatten wir im Nu ein wärmendes Feuerchen.

Den Vogel schoss Aro ab.
Er hatte in seinem fünfundzwanzig Kilogramm Rucksack nicht nur den Wasserfilter und die exzellente Kantwurst verstaut. Er hatte auch eine komplette Werkzeugkiste mit. Mit stoischer Gelassenheit zieht er eine Handsäge heraus und beginnt die mitgebrachten Hölzer auf gleiche Länge zu bringen. Damit nicht genug, gab’s anschließend noch von ihm für jeden eine Scheibe selbstgebackenes Curcuma Brot mit germanischen Schamanengewürzen. Sowas Gutes bekommt man halt nur bei einem exklusiven Survivaltrip. Die Temperatur fiel bis auf vier Grad. Sierra versorgte seine offene Fußblase, Schwalle und Putin konnten ihre nassen Schuhe und Socken trocknen/räuchern. Um 1:18 Uhr ging der Mond auf. Das nutzten wir für eine kurze Einführung in die Navigation nach den Sternen. Kälte und Müdigkeit machten sich nun bemerkbar. Bis zur Dämmerung um vier Uhr ist noch reichlich Zeit, die es zu überbrücken gilt. Mit Männergesprächen hielten wir durch.

Die Nach gut überstanden

Abmarsch war um 4:45 Uhr. Ziel war ein Hügel, von dem aus man das gesamte Umland sehen konnte. Wir mussten vor Schafen unentdeckt bleiben, damit nicht ein Riesen-Wirbel entstand. Nach der Gipfelstürmung gab es zwei neue Aufgaben. Finde ein getarntes Versteck und gleich anschließend verknote zwei Äste, mit Mitteln, die die Natur so bietet. Ich versuchte es zuerst mit Brennnesseln. Das funktionierte jedoch überhaupt nicht. Dann kam der Tipp von Axel, dass Nadelbäume Flachwurzler sind. Ok, also wir graben mal Wurzeln aus. Und siehe da  – nach etwa einer halben Stunde Erdarbeiten konnte ich ein Meter Schnurersatz mein Eigen nennen. Anschließend habe ich die Äste damit verknotet. Das funktionierte wirklich gut. Damit es anschließend nicht fad wird, haben wir noch aus Schafswolle und Gräsern eine Wasserfilteranlage gebaut und haben sie mit Sumpfwasser gleich ausprobiert. Das Wasser war nun optisch gereinigt, aber wie sieht es mit möglichen Bakterien aus? Was kann man dagegen machen? Antwort: erhitzen. Also gingen wir wieder zur Feuerstelle zurück und warfen das Feuer wieder an. Wie erhitzt man Wasser, wenn man kein Kochgefäß bei sich hat? Man nimmt eine Plastikflasche! Appetitlich sah das Ganze nicht aus. Deshalb überprüfte ich gleich meinen Wasservorrat. Ein knapper viertel Liter. Das ist nicht viel, aber die letzten fünf Stunden werde ich damit schon auskommen und ersparte mir somit Weichmachercocktail. Schwalle und Putin konnten wieder kurz ihr nasses Schuhwerk räuchern. Nach einer halben Stunde ging es wieder los.

Das Highlight kommt noch

Übernachtigt und auf den Rückmarsch hoffend hatte Axel noch eine Aufgabe für uns.
Er teilte uns in zwei Gruppen. Jäger und Gejagte. Sierra, Aro, Scholle und Feldsattler die Jäger und Putin, Schwalle und ich als Gejagte. Wir bekamen dreihundert Meter Vorsprung und mussten ohne erwischt zu werden, den Ausgangspunkt wieder erreichen. Wir entschieden uns für eine raumgreifende Umgehung, und wurden jedoch in letzter Sekunde abgefangen. Sie erwischten uns nicht, schnitten uns aber den Weg ab.

Nun wurde es grauslich. Wir machten kehrt und versuchten Abstand zu gewinnen. Schwalle gab die Schlagzahl vor. Immer wieder schrie er „schneller, schneller, wir machen sie müde“. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Putin und Schwalle hatten seit Stunden durchnässte Schuhe, dadurch auch Blasen an den Füßen und trugen fünfundzwanzig Kilogramm Gepäck auf den Schultern und wir liefen auf Anschlag im Gemüse querfeldein und immer wieder schrie er „schneller, schneller, wir machen sie müde“. Die Sache hatte nur einen Haken. Wir waren selber KO. Dennoch setzten wir uns ab und warteten das Zeitlimit ab und erreichten so ein Unentschieden. Völlig verschwitzt und ausgepumpt sammelten wir uns für den Rückweg. Ich war übersäuert und hatte kaum Wasser mehr. Die Hälfte meiner Reserve trank ich gleich und den Rest verteilte ich auf dem Rückweg. Am Ende sollte mir nicht mehr als ein Schnapsstamperl übrig bleiben. Der Übersäuerung begegnete ich mit kontinuierlicher Vollatmung. Das funktioniert super und hatte ich im Training auch immer wieder geübt. Am Rückmarsch ließen wir nichts anbrennen und waren nach vierundzwanzig Stunden am Ziel angelangt.

Fazit

Dieses Event war neben der Nilpferdwanderung in Afrika mit Abstand das Geilste was ich in diesem Bereich je gemacht habe. Nie gab es ein Raunzen oder eine Beschwerde. Wir alle zusammen haben die vierundzwanzig Stunden einfach durchgezogen. Für mich war es ein Privileg solche Leute kennenzulernen. Keine Schwätzer sondern Macher.
Axel war natürlich eine Klasse für sich. Sein umfangreiches Wissen ist der Hammer. Jedem, der sich für Outdoor interessiert, empfehle ich seine Kurse unter www.kg1.eu zu besuchen. Er bietet die Lehrgänge sowohl in Deutschland als auch in Österreich an. Es geht hier nicht darum einen auf „Rambo“ zu machen, sondern durch das von ihm vermittelte Wissen gehe ich viel bewusster durch die Natur.
Wie steht die Sonne?
Aus welcher Richtung kommt der Wind?
Wonach riecht es hier?
Wie weit ist die nächste Baumgruppe entfernt?
Sind das Feldhasen? Wie weit sind sie weg? Können sie mich wittern?
Mir wurde klar, dass ich bisher bei Spaziergängen in der Natur einen Großteil der Eindrücke unbewusst weggefiltert habe, die über Jahrtausende bestimmend für unsere Spezies waren.

 

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